28.11.2017

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Elektronikgehäuse aus Metall – Darüber sollten Sie sich im Vorfeld Gedanken machen

Empfindliche Elektronik benötigt funktionelle Gehäuse, um sie vor äußeren Einflüssen zu schützen und ihre Funktion dauerhaft sicherzustellen. Bei der Auswahl eines geeigneten Gehäuses gilt es im Vorfeld eine Reihe von Aspekten zu berücksichtigen.


Gehäusegröße

Grundsätzlich gibt der Platzbedarf der Elektronik die Gehäusegröße vor. Wird das Gehäuse in eine größere Einheit eingebaut, muss der hierfür zur Verfügung stehende Bauraum ebenfalls berücksichtigt werden.


 

Material

Die Wahl des Gehäusematerials wird von zahlreichen Faktoren beeinflusst. Dazu zählen unter anderem die Umgebungsbedingungen, denen das Gehäuse ausgesetzt ist, und ob die Elektronik einen besonderen EMV-Schutz benötigt. Robuste Aluminiumprofil- oder -druckgussgehäuse eignen sich in der Regel problemlos für den Outdoor-Einsatz. Dichtungen erhöhen den IP-Schutz zusätzlich. Blechbiegegehäuse aus Edelstahl sind dagegen prädestiniert für den Indoor-Einsatz und hier speziell für Branchen, in denen eine hohe Sauberkeit gewährleistet werden muss – zum Beispiel in der Pharma- und Lebensmittelindustrie.

Einzelteil oder Serie

Die Frage nach der Anzahl der benötigten Gehäuse eines Typs bestimmt üblicherweise die Wahl des Produktionsverfahrens. Bei einzelnen Spezialgehäusen kann es wirtschaftlich sein, sie aus dem Vollen zu fräsen. Für große Serien lohnt sich dagegen die Anfertigung eines kostspieligen Werkzeugs zur Herstellung belastbarer Druckgussgehäuse. Blech- oder Stanzbiegegehäuse sind vergleichsweise kostengünstig in der Produktion. Sie eignen sich typischerweise für Einzelgehäuse und kleine Serien.

Bearbeitung

Von der Art der Applikation hängen neben dem zu wählenden Material und der Optik des Gehäuses auch seine Bearbeitung und eventuell erforderliches Zubehör ab. Anzahl und Platzierung von Bohrungen für Kabeldurchführungen oder die Montage von Schaltern und Drehknöpfen müssen ebenso berücksichtigt werden, wie Ausfräsungen für Stecker, Kühlschlitze oder Aufnahmen von Tastaturen und Displays. Soll das Elektronikgehäuse an der Wand befestigt werden, müssen entsprechende Montagehalterungen vorgesehen werden. Für Tischgehäuse sind gegebenenfalls Stellbügel erforderlich.

Optik

Wird das Elektronikgehäuse in einem anderen Gerät oder Schrank verbaut, spielt die Optik in der Regel eine untergeordnete Rolle. Wird es hingegen offen sichtbar installiert, sieht dies anders aus. Oberflächenbehandlungen wie Lackieren, Chromatieren, Eloxieren, Pulverbeschichten, Sandstrahlen etc. verleihen dem Gehäuse eine eigene Note. Lack und Eloxalschichten schützen es zudem vor Umwelteinflüssen.

Ist Kühlung erforderlich?

Viele Metallgehäuse schützen die Elektronik nicht nur, sondern übernehmen gleichzeitig auch eine kühlende Funktion. In diesem Fall ist bei der Konzeption des Gehäuses auch die während des Gerätebetriebs anfallende Verlustleistung zu berücksichtigen. Ist sie gering, kann gegebenenfalls bereits ein Blechbiegegehäuse die entstehende Wärme ableiten. Bei höheren Verlustleistungen empfiehlt sich allerdings ein Aluminium-Druckgussgehäuse – idealerweise sogar mit integrierten Lüftungsschlitzen, Kühlrippen oder Kupferinlays zur optimalen Entwärmung. Die Integration eines Lüfters beschleunigt die Wärmeabfuhr zusätzlich.

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